Pohjonen, DER finnische Akkordeonist, reißt wieder mal Grenzen ein. Mit dem französischen Schlagzeuger Eric Echampard praktiziert er freie Improvisation, auf der Bühne ebenso wie im Studio. Das Resultat – ein schwer zu beschreibendes Konglomerat aus stillen Träumereien, heftig donnernden Eskapaden, rhythmischen Fragmenten, dunkel gefärbten Klangmalereien und wild unregelmäßigen Tanzschritten (tanzt so der Beelzebub?) – entzieht sich einer Einordnung, und so packen wir es mal dahin, wo alles Neue, Wilde steht: unter Avantgarde.
Pohjonen, studierter Musiker und selbst Dozent an verschiedensten Hochschulen, dreimaliger »Finnlands Folkmusiker des Jahres« und Mitwirkender an über 75 Alben, macht es dem Hörer – erwartungsgemäß – nicht leicht. Wer Songstrukturen oder Wiederholungen sucht, wird untergehen. Wer das Unerwartete erwartet und Lust auf musikalische Grundlagenforschung hat, wird belohnt. Und Echampards Basstrommel klingt einfach herrlich druckvoll. (peb)
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