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Boggin Leprechaun - Within Blood, Stouts & Roll CD


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Boggin Leprechaun - Within Blood, Stouts & Roll CD

Gerüchten zufolge waren in Deutschland selten Haare roter und Herzen grüner als bei Boggin Leprechaun. Diese Erfahrung machten viele, die herbeigeeilt waren um die sechs Jungs aus dem Raum Nürnberg auf der gerade beendeten Tour kreuz und quer durch die grünen Hügel Deutschlands zu unterstützen. Man produziert "Single Malt Folk Rock", was Irish-Folk, Punk-Anleihen und das ein oder andere härtere Gitarren-Riff bedeutet. Im Großen und Ganzen nicht unbedingt das Originellste unter der Sonne, aber wer fragt danach, solange die Leute die Pints in die Luft strecken und aus vollem Halse mitsingen? Außerdem gibt man sich ja Mühe, sich vom Rest der Folk-Rocker abzuheben und etwas mehr Härte in das Eigengebräu zu rühren als es die anderen tun.
"Within Blood, Stout & Roll" heißt es nun, das erste Album. Darauf finden sich die Songs der Tour, was die Marschrichtung klar vorgibt, so abgedroschen es klingt: Party! Schon mit "You cant´t stop the irish rock", dem Opener, geht man ordentlich nach vorne. Selbst der letzte vom Vortag Verkaterte soll damit wohl geweckt werden. Darauf folgt die "Mariner Trilogy", drei Songs deren Bezug durch den Titel klar sein dürfte. "Blind Passenger", "Sailors Misery" und "Sailing to Ireland" holen den Klabautermann ins Haus. Bei "Blind Passenger" macht der Hörer übrigens recht schnell Bekanntschaft mit der besagten Härte, die sich stark in Moe McInchs Riffs niederschlägt. Das mag anfangs in diesem Genre etwas gewöhnungbedürftig sein, fühlt sich dafür aber später um so besser an. "Good Boy" nimmt etwas Euphorie heraus und gewährt fast so etwas wie eine Pause, doch die gesammelte Energie wird auch dringend gebraucht, denn es folgen Songs wie "Lannigans Ball", der Mitgröler "Johnny" oder die Hymne zu Verbrüderung "New Crusade". Rusty Spoon und Moe McInch ergänzen sich gesangstechnisch über das ganze Album hinweg sehr gut und auch der Rest der deutschen Wahl-Iren beweist, dass sie ihre Instrumente nicht nur zum festhalten haben. Roachs Quetsche und Rustys Mandoline machen nicht weniger Spass als Murphy deValeras Drums. Letzlich rundet man den Erstling noch mit der selbstbetitelten Bandhymne und einem psssssst! Hidden Track für die AfterHour ab und schon kann "Within Blood, Stout & Roll", trotz des kleinen Wermutstropfens, das "McIntyre", der Kultsong der Tour, es nicht aufs Album geschafft hat, als gelungenes Debüt bezeichnet werden. Man kann sich jedefalls sicher sein, dass man die getrunkenen Guiness bei Boggin Leprechaun über Transpiration schnell wieder los wird.
www.localcalling.de